Instrument · Product Vision Interview
Product Vision Interview
Ein kurzes Rollenspiel, in dem euer Team auf den Punkt bringt, warum euer Produkt wertvoll ist – in der Sprache eurer Zielgruppe.
- Kostenlos
- Drei Rollen
- Runden von etwa fünf Minuten
- Von Dominique Winter

Worum geht es?
Eine Produktvision entsteht im Gespräch.
Ein gemeinsames Verständnis entsteht vor allem im Dialog. Im Product Vision Interview entwickelt das Team deshalb in einem Rollenspiel eine erzählbare, gemeinsame Vorstellung vom Produkt – und nutzt dabei die Sprache der Zielgruppe.
Die Übung basiert auf dem Rollenspiel „Gutes Produkt, schlechtes Produkt“. Sie bereitet strukturiertere Formate vor, etwa das Product Vision Board von Roman Pichler oder das Positioning Statement von Geoffrey Moore.
„Das Ziel einer guten Produktvision sollte es sein, schnell und einfach auf den Punkt zu bringen, warum das eigene Produkt wertvoll ist.“
Rollen
Drei Rollen, die reihum wechseln
Promoter
Stellt das Produkt einer interessierten Person vor und wirbt dafür.
Interessierte Person
Stellt Fragen, hakt nach und äußert Kritik.
Beobachtung
Hört still zu und hält fest, was auffällt.
Ablauf
So läuft das Product Vision Interview
Bühne und Spielregeln festlegen
Klärt, in welcher Situation das Produkt vorgestellt wird und wie die Runden ablaufen.
Rollenspiel in Runden
Zu dritt spielt ihr das Gespräch etwa fünf Minuten lang. Danach wechseln die Rollen, bis jede Person jede Rolle einmal hatte.
Ergebnisse zusammenfassen
Führt zusammen, was in den Runden überzeugt hat, und formuliert daraus eine kurze, emotionale Produktbeschreibung – so knapp, dass sie auf eine Karteikarte passt.
Vor Publikum verproben
Stellt die Beschreibung einer Gruppe vor. Die Zuhörenden notieren, was bei ihnen hängen geblieben ist.
Nachschärfen
Bleibt das Wichtige nicht hängen, spielt ihr weitere Runden und schärft die Beschreibung nach.
Ergebnis
Vom Gespräch zum Positioning Statement
Die kurze Produktbeschreibung ist eine gute Grundlage für ein strukturiertes Positioning Statement. Einigt euch dafür auf das Kernproblem eurer Zielgruppe und den wichtigsten Nutzen eures Produkts. Die Vorlage ist eine angepasste Fassung des Positioning Statements von Geoffrey Moore.
Für Zielgruppe, die folgendes Problem hat, ist Produktname ein/e Produkttyp mit diesen Kernfunktionen, um folgenden Kundennutzen zu schaffen.
Tipps
Damit das Gespräch gelingt
Vor Ort und im passenden Raum
Das Gespräch lebt vom direkten Dialog. Plant die Übung am besten in Präsenz und in einem Raum, in dem die Gruppen ungestört sprechen können.
Sprache der Zielgruppe
Sprecht so über das Produkt, wie es Menschen aus eurer Zielgruppe tun würden – nicht in der Sprache des Projekts.
Aufwärmen
Eine kurze Aufwärmübung senkt die Hemmschwelle vor dem Rollenspiel.
Sanfter Einstieg
Wer zurückhaltend ist, beginnt in der Rolle der Beobachtung.
Im Zusammenspiel mit der UX Vision
Die Grundlage für den Bereich Produkt
Im zweiten Schritt des UX Vision Canvas klärt ihr, welchen Wert euer Produkt liefern soll – und welchen ausdrücklich nicht. Das Product Vision Interview liefert dafür eine gemeinsame, erzählbare Antwort, bevor ihr die eigentliche UX Vision entwickelt.
Zur Anleitung des CanvasUnterstützung
Ihr möchtet das Canvas mit eurem Team einsetzen?
Ich unterstütze euch bei der Durchführung. Schreibt mir kurz, worum es geht und wer dabei sein soll.
Workshop-Moderation
Ich moderiere euren Workshop mit dem UX Vision Canvas – vom Wissen über Nutzende bis zu messbaren UX-Zielen.
Eintägiges Training
Euer Team lernt, was UX Visionen sind, wendet verschiedene Techniken zu ihrer Entwicklung an Beispielen an und erfährt, wofür sich eine UX Vision noch nutzen lässt.
oder direkt an dominique.winter@designik.de