Product Vision Interview

Ein kurzes Rollenspiel, in dem euer Team auf den Punkt bringt, warum euer Produkt wertvoll ist – in der Sprache eurer Zielgruppe.

  • Kostenlos
  • Drei Rollen
  • Runden von etwa fünf Minuten
  • Von Dominique Winter
Dominique Winter erklärt in einem Workshop die Übung „Stellt euer Produkt jemandem vor und sammelt Feedback“ mit den Rollen Empfehlender, Interessierter und Beobachter.
Foto: Marvin Kampermann Photography

Eine Produktvision entsteht im Gespräch.

Ein gemeinsames Verständnis entsteht vor allem im Dialog. Im Product Vision Interview entwickelt das Team deshalb in einem Rollenspiel eine erzählbare, gemeinsame Vorstellung vom Produkt – und nutzt dabei die Sprache der Zielgruppe.

Die Übung basiert auf dem Rollenspiel „Gutes Produkt, schlechtes Produkt“. Sie bereitet strukturiertere Formate vor, etwa das Product Vision Board von Roman Pichler oder das Positioning Statement von Geoffrey Moore.

„Das Ziel einer guten Produktvision sollte es sein, schnell und einfach auf den Punkt zu bringen, warum das eigene Produkt wertvoll ist.“

Dominique Winter, designik.de

Drei Rollen, die reihum wechseln

  • Promoter

    Stellt das Produkt einer interessierten Person vor und wirbt dafür.

  • Interessierte Person

    Stellt Fragen, hakt nach und äußert Kritik.

  • Beobachtung

    Hört still zu und hält fest, was auffällt.

So läuft das Product Vision Interview

  1. Bühne und Spielregeln festlegen

    Klärt, in welcher Situation das Produkt vorgestellt wird und wie die Runden ablaufen.

  2. Rollenspiel in Runden

    Zu dritt spielt ihr das Gespräch etwa fünf Minuten lang. Danach wechseln die Rollen, bis jede Person jede Rolle einmal hatte.

  3. Ergebnisse zusammenfassen

    Führt zusammen, was in den Runden überzeugt hat, und formuliert daraus eine kurze, emotionale Produktbeschreibung – so knapp, dass sie auf eine Karteikarte passt.

  4. Vor Publikum verproben

    Stellt die Beschreibung einer Gruppe vor. Die Zuhörenden notieren, was bei ihnen hängen geblieben ist.

  5. Nachschärfen

    Bleibt das Wichtige nicht hängen, spielt ihr weitere Runden und schärft die Beschreibung nach.

Vom Gespräch zum Positioning Statement

Die kurze Produktbeschreibung ist eine gute Grundlage für ein strukturiertes Positioning Statement. Einigt euch dafür auf das Kernproblem eurer Zielgruppe und den wichtigsten Nutzen eures Produkts. Die Vorlage ist eine angepasste Fassung des Positioning Statements von Geoffrey Moore.

Angepasstes Positioning Statement nach Geoffrey Moore („Crossing the Chasm“)

Für Zielgruppe, die folgendes Problem hat, ist Produktname ein/e Produkttyp mit diesen Kernfunktionen, um folgenden Kundennutzen zu schaffen.

Damit das Gespräch gelingt

  • Vor Ort und im passenden Raum

    Das Gespräch lebt vom direkten Dialog. Plant die Übung am besten in Präsenz und in einem Raum, in dem die Gruppen ungestört sprechen können.

  • Sprache der Zielgruppe

    Sprecht so über das Produkt, wie es Menschen aus eurer Zielgruppe tun würden – nicht in der Sprache des Projekts.

  • Aufwärmen

    Eine kurze Aufwärmübung senkt die Hemmschwelle vor dem Rollenspiel.

  • Sanfter Einstieg

    Wer zurückhaltend ist, beginnt in der Rolle der Beobachtung.

Die Grundlage für den Bereich Produkt

Im zweiten Schritt des UX Vision Canvas klärt ihr, welchen Wert euer Produkt liefern soll – und welchen ausdrücklich nicht. Das Product Vision Interview liefert dafür eine gemeinsame, erzählbare Antwort, bevor ihr die eigentliche UX Vision entwickelt.

Zur Anleitung des Canvas

Weiterlesen

Mehr Hintergrund zur Übung steht im Artikel auf designik.de.

Das Product Vision Interview

Ihr möchtet das Canvas mit eurem Team einsetzen?

Ich unterstütze euch bei der Durchführung. Schreibt mir kurz, worum es geht und wer dabei sein soll.

  • Workshop-Moderation

    Ich moderiere euren Workshop mit dem UX Vision Canvas – vom Wissen über Nutzende bis zu messbaren UX-Zielen.

  • Eintägiges Training

    Euer Team lernt, was UX Visionen sind, wendet verschiedene Techniken zu ihrer Entwicklung an Beispielen an und erfährt, wofür sich eine UX Vision noch nutzen lässt.